Kinder

Unser Tag

Die Kinder erleben in unserem Waldkindergarten einen Tagesablauf, der durch feste Zeiten für bestimmte Tätigkeiten strukturiert ist. Das gibt ihnen Sicherheit und Orientierung.

Immer wiederkehrende Rituale bilden die Basis für einen gelungenen und entspannten, entdeckungs- und erfahrungsreichen Waldalltag.

Bringzeit, Ankommen in der Gruppe, Freispiel

Die Eltern bringen die Kinder auf die Hofstelle Kainsricht 11. Dort werden sie im Innenhof in Empfang genommen. Für die Kinder ist eine aufmerksame und freundliche Begrüßung durch die Erzieherin sehr wichtig. Auch dient die Begrüßungssituation zum Informationsaustausch zwischen Eltern und Personal. Die Erzieher gehen in dieser Zeit aktiv auf die Bedürfnisse der Kinder ein.

Nach dem Ankommen haben die Kinder die Möglichkeit, sich frei im Innenhof zu beschäftigen und Kontakt zu den anderen Kindern zu knüpfen. Die Gruppe bleibt dabei zusammen. Die Spielorte können wechseln. Die Aufsichtsperson ist stets bei den
Kindern. Die Kinder bleiben im Sichtbereich des Erziehers. In der kalten Jahreszeit wird mit der gesamten Gruppe ein großräumiges Bewegungsspiel durchgeführt.

Bei schlechtem Wetter (Sturm oder Hagel) nutzen wir als Schutz den Bauwagen, der sich im oberen Bereich der Hofstelle befindet. Die Kinder benutzen bei Bedarf die Toiletten im Wohnhaus.

„Kreis, Kreis, Kreis, wir machen einen Kreis“ (Morgenkreis)

Kurz vor dem Losmarschieren machen wir im Innenhof einen Stehkreis und singen ein Begrüßungslied. Außerdem stellen wir fest, ob ein Kind fehlt und zählen die Kinder. Wir bestimmen den Wochentag und besprechen Wetter und Datum. Bevor wir in den Wald aufbrechen, bestimmen wir gemeinsam mit der Gruppe grob den Tagesablauf.

Wanderung in den Wald


Wir machen uns auf in den Wald. Ziel ist es hierbei nicht in erster Linie, im Wald oder auf einem anderen bestimmten Platz anzukommen, sondern gemeinsam mit den Kindern die Natur zu beobachten, Spaß und Freude mit den Freunden zu haben und den Weg als sich immer wieder veränderte Spielfläche neu zu entdecken. An der Wegstrecke entlang, haben wir bestimmte Haltepunkte, an denen die Kinder, die vorausgeeilt sind, auf die Gruppe
warten.

Ankommen und gemeinsame Brotzeit

Nachdem wir auf dem Kindergartengelände im Wald angekommen sind, bereiten wir uns für die Brotzeit vor. Je nach Wetterlage findet sie im Freien oder im Waldcontainer statt.

Vor dem Essen gehen die Kinder bei Bedarf auf die Toilette und waschen ihre Hände. Dabei öffnet ein Kind den Wasserhahn des 10l Wasserkanisters. Das andere Kind holt sich Seife vom Seifenspender und wäscht seine Hände. Zum Abtrocknen dient den Kindern ein Handtuch. Beginnt der Tag im Freien, richten sich die Kinder ihren Sitzplatz her. Sie stellen sich ihre Holzstämme in Gruppen zusammen, so wie sie essen wollen. Wir beten
gemeinsam und wünschen uns einen „Guten Appetit!“.

Anschließend dürfen die Kinder ihre mitgebrachte Brotzeit auspacken. In ruhiger Atmosphäre lassen sie sich ihr Brot, Obst, Gemüse und Jogurt schmecken und genießen das gemeinsame und selbständige Essen.

Als Getränke bringen sich die Kinder ihre eigene Trinkflasche von Zuhause aus mit. Sollte die Flasche nicht ausreichen ist noch Wasser, in den Wintermonaten zusätzlich Tee vorrätig. Wer sich ausreichend gestärkt hat, räumt seine Tasche an den Taschenbaum und darf spielen gehen.

Zeit für Freispiel und pädagogische Angebote


Nachdem alle Kinder ihre Brotzeit beendet haben, kommen wir noch mal im Kreis zusammen und besprechen den Vormittag im Wald.

Zu Beginn der Woche erhalten die Kinder verschiedene fortlaufende Angebote im Bereich der Sprachentwicklung, Grob- und Feinmotorik oder verschiedene Aktionen zum Jahreskreis und zu den Jahreszeiten. Dabei gehen wir auf die Ideen, Interessen und Fragen der Kinder ein, greifen diese auf und vertiefen sie in verschiedenen Kleingruppen.

Während der Freispielzeit können sich die Kinder frei entscheiden, ob sie sich an einer Aktion beteiligen wollen. Im Anschluss daran findet der Abschlusskreis statt, an dem alle Kinder teilnehmen.

Neben pädagogischen Inhalten reflektieren wir den Tag,
klären ggf. Konflikte und runden den Tag mit einer gemeinsamen Aktion ab.

Gang zurück ins Dorf

Nach der Abschlußrunde machen wir uns auf den Weg zurück ins Dorf.

Die ersten Eltern kommen und holen ihre Kinder ab. Beim Abschied besteht wiederum die Möglichkeit eines kurzen Informationsaustausches zwischen Eltern und Erzieherin. Das Kind wird liebevoll verabschiedet.

Mittagsruhe

Nach einer kleinen Stärkung (Mittagessen) brauchen Kinder im Alltag Ruhe- und Entspannungsphasen. Je nach Altersstufe ist das Schlafbedürfnis sehr unterschiedlich. Kinder, die müde sind, können in unserem Schutzraum im Wohnhaus ausruhen, die anderen nutzen die ruhige Zeit, sich im Bauwagen bei Geschichten oder Märchen zu entspannen. Schlafende Kinder werden mit einem Babyfon überwacht.

Nachmittagssnack, Freispiel, Abholzeit

Bis die Kinder abgeholt werden, können sie sich beim freien Spielen die Zeit vertreiben.
Es besteht die Möglichkeit für einen Nachmittagssnack aus der Brotzeittasche. Je nach Wetter gehen wir raus in den Hof oder verbleiben im Bauwagen.


Die Beobachtung und Begleitung in dem Tun der Kinder sowie die Übergabe an die Eltern mit kurzen informativen Gesprächen haben besonders am Nachmittag ihren Raum.